MONTAG - 16 Mai 2016 - 16h - Schloss Leuk

MENGIS/STOFFNER/GUY/NIGGLI

 

 

MITWIRKENDE

Trumpet, electronics - Manuel Mengis
Guitar - Flo Stoffner
Double Bass - Barry Guy
Drums - Lucas Niggli

 

KOMMENTAR

Mengis/Stoffner/Guy/Niggli - Dieses Quartett vereint drei Generationen von Improvisatoren. Zu viert brechen sie zu Unvorherhörbaren auf. Mit offenen Ohren, reaktionsschneller Spontanität und einem feinnervigen Gespür kreieren die vier Komplizen in ihrer Besetzung eine Kunst zwischen Kammermusik und Klangmalerei, die zwischen Verdichtung und Ausfransen atmet.

 

IN ZUSAMMENARBEIT MIT

 

 

Manuel Mengis, 1972 in Visp geboren, Musiker/Bergführer, Ausbildung an der Hochschule Luzern, erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, spielt seit Jahren im In- und Ausland, hauptsächlich im Bereich der improvisierten Musik, daneben Projekte im Feld der E-Musik/ Theater. Kollaboration mit: Bruno Amstadt, Arthur Blythe, Pierre Audetat, Stefanie Amman, Christoph Coburger, Roberto Domeniconi, Achim Escher, Christoph Erb, Donat Fisch, Lionel Friedli, Roland von Flue, Andy Guhl, Flo Götte, Vincent Glanzmann, Hämmi Hämmerli, Barbara Heynen, Franz Hellmüller, Harald Haerther, Gilbert Jossen, Jonas Imhof, Hans Koch, Valentin Kessler, Vera Kappeler, Peter Landis, Patrice Moret, Vincent Membrez, Christian Niederer, Jonathan Nott, Roman Novka, Bänz Oester, Adrian Pflugshaupt, Andre Pousaz, Hans-Peter Pfammatter, Marcel Papaux, Norbert Pfammatter, Luca Ramella, Samuel Rohrer, Bruno Spoerri, Co Streiff, Flo Stoffner, Fredy Studer, Irene Schweizer, Julian Sartorius, Luca Sisera, Marcel Stalder, Philipp Schaufelberger, Peter Schärli, Rafael Schilt, Reto Suhner, Tobias Schramm, Manuel Troller, Christian Weber und anderen.

http://manuelmengis.ch

 

Barry John Guy (* 22. April 1947 in London) ist ein britischer Kontrabassist (klassische Musik, Jazz, Neue Improvisationsmusik) und Komponist. Als Bassist setzt er verschiedene unkonventionelle Techniken ein, die er zum Teil selbst entwickelt hat. Martin Kunzler zufolge gilt er als eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der englischen Musik-Avantgarde, arbeitet aber auch mit Christopher Hogwoods Academy of Ancient Music, dem London Bach Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields, dem New Philharmonia Orchestra und der London Sinfonietta zusammen. Guy lernte in der Schule Trompete und Posaune. Parallel zur Abendschule und der Ausbildung zum Architekten musizierte er, Dixieland zuerst, dann Swing, Blues, Bebop. Dann lernte er Kontrabass bei Graham Collier und studierte Komposition am Goldsmiths College. Während er sein Musikstudium an der Guildhall School of Music and Drama fortsetzte, spielte er mit John Stevens und Trevor Watts im Spontaneous Music Ensemble. Hauptsächlich spielte er bis 1991 in Christopher Hogwoods Academy of Ancient Music. Daneben hat er jedoch im Trio des Pianisten Howard Riley, Gruppen von T. Watts, von Tony Oxley, im Duo mit Peter Kowald, dem Open Music Trio von Bob Downes sowie in der Michael Nyman-Band gearbeitet. Gemeinsam mit Derek Bailey und Paul Rutherford gründete er das Trio Iskra 1903 (später ersetzte Phil Wachsmann Bailey). Mit anderen Mitgliedern der Musicians Cooperative spielte er im London Jazz Composers Orchestra, zu dessen Kern zunächst neben den Genannten Evan Parker, Kenny Wheeler und Paul Lytton gehörten. Guy lieferte die meisten Stücke für das großformatige Ensemble, das fast 30 Jahre existierte und die Beziehungen zwischen individuellen Improvisationen und durch Komposition organisiertem Ensemblesound erforschen wollte. Für Ekkehard Jost repräsentiert Guys Ode for Jazz Orchestra den „gelungensten Versuch einer Verbindung von orchestraler Schreibweise und Free Jazz-Improvisation“ in der Zeit um 1970. 1976 erschien Guys Solo-Bassalbum Statement. Er ist seit 1980 Mitglied des Trios Parker-Guy-Lytton, bildet mit Parker, Eddie Prévost und Keith Rowe die Gruppe ’’Supersession’’ und gehört auch zum von Parker 1992 gegründeten Electro-Acoustic Ensemble (Memory/Vision 2002). Weiterhin spielt er im Duo mit Parker und tritt in Trios mit Marilyn Crispell und Paul Lytton oder mit Jacques Demierre und Lucas Niggli sowie mit Agustí Fernández und Ramón López auf. In der Gruppe Elsie Jo arbeitete er mit Parker, Lytton, Conny Bauer, Irène Schweizer und Barre Phillips, mit dem er auch Duos einspielte, auf. In seinem 1998 gegründeten New Orchestra spielt er mit der Pianistin Marilyn Crispell, den Saxophonisten Evan Parker, Mats Gustafsson und Hans Koch, den Blechbläsern Hannes Bauer, Herb Robertson, Per Ake Holmlander und den Perkussionisten Paul Lytton und Raymond Strid zusammen. Mit dem NOW Orchestra in Vancouver nahm er sein Werk Study/Witch Gong Game II/19 auf. 2006 wirkte er in Evan Parkers Transatlantic Art Ensemble (Boustrophedon) mit. Seit 1988 hat Guy mit seiner Frau, der schweizerischen Barockviolinistin Maya Homburger, gemeinsam in barocken Kammermusikkonzerten musiziert; die beiden haben ferner das CD-Label Maya Recordings gegründet und treten zunehmend in genre-überschreitenden Konzerten auf, in denen sowohl Barockmusik als auch Improvisationen zu hören sind. Guy ist darüber hinaus als Komponist von Instrumental-, Kammer- und Orchestermusik tätig, u. a. für das Rova Saxophone Quartet, das Kronos Quartet und für den Oboisten Robin Cantor; er schreibt auch Vokalstücke, Chormusik sowie Musik für Theater.

https://de.wikipedia.org/wiki/Barry_Guy

 

Flo Stoffner. Born 1975 in Zürich. Lives in Zürich. Plays all around Europa. Groups: Anna & Stoffner, Mein Freund der Baum, Qu'il Vive!, Elgar, Zimmerlin/Stoffner/Meier Trio, sometime Solo. Plays with: Harald Haerter, Christian Weber, Marius Peyer, Ellery Eskelin, Hilaria Kramer, Dewey Redman, Michael Brecker, Joe Lovano, Samuel Rohrer, Bruno Amstad, Luca Ramella, Martin Schütz, Paul Lovens, Christoph Erb, Nils Petter-Molvaer, Johannes Enders, Arthur Blythe, Flo Götte, Joy Frempong, Rudi Mahall, Kidd Jordan, Donald Miller usw.

http://www.flostoffner.com/


Lucas Niggli. Mit einem Trommelwirbel kam Lucas Niggli 1968 in Kamerun zur Welt. Dort verbrachte er die ersten Jahre seines Lebens, bevor er später in die Schweiz übersiedelte. Heute lebt Lucas Niggli mit seinen drei Kindern Felix, Gaudenz und Emilia und seiner Lebenspartnerin Annette Meier in Uster bei Zürich. Seine Affinität zur Musik, insbesondere zu Schlaginstrumenten, entdeckte Lucas Niggli schon früh in seiner Jugend. Von 1987 bis 1995 gab er den Takt an bei der experimentellen New-Jazz Formation »Kieloor Entartet«. Die Gruppe veröffentlichte drei CD's, tourte in diversen Ländern, gründete die nicht alltäglichen Orchester ENAO 91 und 93 (mit über 20 MusikerInnen) und spannte auch mal mit anderen Künstlern zusammen (Peter Weber, Sainkho Namtchylak ua). Von 1995 bis 1998 übernahm Lucas Niggli die Geschäftsführung des alternativen CH-Labels »UNIT-Records« und amtete als Präsident des Schweizerischen Berufsverbandes der Jazz- und ImprovisationsmusikerInnen, dem «Schweizer Musik Syndikat» SMS und war mehrere Jahre im Vorstand der WIM (Werkstatt für Improvisierte Musik , Zürich) - Working Bands. 1995 gründete er zusammen mit Dominik Blum und Marino Pliakas die Avant-Core Band »Steamboat Switzerland« mit der eine äusserst intensive Zusammenarbeit beginnt, die sich bis heute in über 200 Konzerten und 6 CD- und zwei Vynil-Produktionen niederschlug. Steamboat Switzerland spielt in den verschiedensten Kontexten der aktuellen Musik, sei es Neue Musik ( wie Musiktage Donaueschingen, Ultima festival Oslo, Huddersfield (UK) New Music Festival, März Musik, Lucerne Festival, uva) oder Underground Rock/Improv-Clubs. Steamboat Switzerland tourt durch ganz Europa, USA, Canada, Russland, China. Afrika. 1999 gründet er sein eigenes Trio Lucas Niggli ZOOM (mit Nils Wogram und Philipp Schaufelberger), mit dem er auf den grossen Festivals Europas auftreten konnte, Moers, Saalfelden, Willisau, Le Mans, Vancouver, Münster und Zürich. Eine erste CD erscheint 2001. Als Erweiterung dieses Trios entsteht 2002 das Lucas Niggli Big Zoom -Quintett mit den Gästen Claudio Puntin und Peter Herbert. Dann ab 2009 neu im Quintett mit Anne La Berge und Barry Guy. ZOOM und deren Erweiterungen produzierten 7 CDs für das Label Intakt. Seit 2002 spielt er auch mit Jacques Demierre und Barry Guy in einem furiosen Piano-Trio mit der CD Veröffentlichung Brainforest (Demierre-Guy-Niggli). und seit 2009 im HEXENTRIO mit Paul Plimley und Barry Guy. Von 1994 an spielt Lucas in verschiedensten Bands von Pierre Favre als sein Partner so mit «Singing Drums», «European Chamber Ensemble», «The Drummers» wie auch im Duo. Seit 2006 komponiert Lucas auch für das international besetzte SchlagzeugQuartet Beat Bag Bohemia (mit Kesivan Naidoo ( SA) , Rolando Lamussene (MZ) udn Peter Conradin Zumthor ( CH). Sein Duo Black Lotos mit der Chinesischen Guzheng Spielerin Xu Fengxia gehört ebenso zu seinen Working Bands wie das Drum Duo mit Peter Conradin Zumthor. Seit 2009 tourt Lucas auch mit dem europäischen Trio Biondini - Godard - Niggli mit Luciano Biondini ( Akkordeon / Italien) und Michel Godard ( Tuba / Frankreich). Seit 2013 regelmässige Projekte mit dem Trio Klick mit Fritz Hauser und P.C.Zumthor sowie im Duo mit Andreas Schaerer - Andere Welten. Mit verschiedenen Formationen tourte er durch ganz Europa, bespielte Bühnen in Russland und Amerika, Kanada, Ägypten. Südafrika, Taiwan und China und trat an den grossen Jazz Festivals in Vancouver, Berlin, Willisau, Saalfelden, Moers, Rom, Nürnberg, Capetown oder Zürich auf. Er spielte auf den grossen Festivals für zeitgenössische Musik wie Donaueschingen, Huddersfield (UK), Ultima Oslo (N), MaerzMusik Berlin (D). Er führt regelmässig Werke zeitgenössischer Komponisten wie David Dramm, Michael Wertmüller, Sam Hayden, Felix Profos, Kagel, Polanksi, Cage und Rzewski auf. Er komponierte auch Werke für Chor, Orchester und Kleinere Ensembles. Unterrichtet sehr gerne in Intensiv-Workshops - sei es Percussion, Freie Improvisation, oder auch Bandkonzepte. Als Sideman ist er bei der Schweizerisch-Amerikanischen Sängerin Erika Stucky in der Band Bubbles and Bangs in ganz Europa unterwegs.

lucasniggli.ch/